Kategorie: Andrea Köster

Jobst Schlennstedt | Lübeck im Visier

Jobst Schlennstedt | Lübeck im Visier

Längst war ihm klar, dass er Arne John angelogen hatte. Denn diese Angelegenheit gehörte ihm ganz allein. Niemand anderes sollte sich darum kümmern. Alles passte genau. Ein vermeintlicher Mord auf einer Frachtfähre und ein Toter, den niemand vermisste. Die Konstellation erschien ihm aussichtslos genug, um ihn endlich wieder zu motivieren, einen Fall anzunehmen. (Auszug Seite 33)

Simon Winter hat sich vor einiger Zeit aus seiner Tätigkeit als Privatermittler zurückgezogen und leitet seit Herbst letzten Jahres den Campingplatz, auf dem er auch wohnt, zusammen mit Anna, der Tochter der Besitzerin. Bei einer Ballonausfahrt wird Simon zugetragen, dass kürzlich auf einer Fähre ein Mann über Bord befördert wurde, es aber nur einen Zeugen gibt, keine Leiche und keinen Vermissten. Diese Geschichte nimmt den Privatermittler so gefangen, dass er doch wieder zu recherchieren beginnt und schon bald merkt, dass er damit viele unangenehme Fragen stellt. Dann gerät Anna in Gefahr und schlussendlich geht es nicht nur um einen Fall, der weit älter ist als der vermeintliche Mord, sondern auch um Minuten!

Simon Winter ist vierzig Jahre alt und wohnt in einem Camper auf dem Campingplatz am Pönitzer See. Als er acht war, musste er mit ansehen, wie seine Eltern erschossen wurden. Nachdem er seine Lehre als Restaurantfachmann abgebrochen hat, begann er sich seine Karriere als Privatdetektiv aufzubauen und gilt jetzt als einer der Besten, wenn nicht sogar als der Beste in der Gegend.

Ein Schauplatz mitten auf der Ostsee

Ich freue mich, dass ich zum Thema des diesjährigen Adventsspezials einen Küsten-Krimi gefunden habe, der größtenteils mitten auf der Ostsee spielt. Weitere Schauplätze sind Lübeck und Travemünde. Die Geschichte ist in einigermaßen kurze Kapitel gegliedert und liest sich sehr flüssig. Das Buch besteht aus gut zweihundert Seiten, kann man also durchaus an einem Wochenende lesen. Die Handlung ist undurchsichtig gestrickt, so dass für mich als Leser nicht sofort zu erkennen war, wie alles zusammenhängt. Also genau so, wie es sein soll. Bis zum Schluss ist es spannend geblieben und erst dann gab es auch die Auflösung aller Verstrickungen.

Ein gewaltbereiter Protagonist

Bei dem Protagonisten Simon Winter bin ich zwiegespalten geblieben. Einerseits macht er meiner Meinung nach einen guten Job, denn er befragt auch unangenehme Menschen und lässt sich nicht so leicht abschütteln. Andererseits ist er mir etwas zu gewaltbereit, denn um seinen Anliegen Nachdruck zu verleihen, scheut er auch nicht davor zurück, mit Fäusten zu agieren. Außerdem bringt er seine Geschäftspartnerin Anna mehr oder weniger wissentlich in Gefahr.

Unter dem Strich

Wie mir Lübeck im Visier von Jobst Schlennstedt am Ende nun wirklich gefallen hat, kann ich gar nicht so genau beschreiben. An sich hat mir der Aufbau der Geschichte gefallen, unter dem Strich ist sie mir aber zu Action geladen und hätte auch Potenzial für einen Action-Film. Außerdem herrschen fast Mafia artige Zustände, die auch nicht meinem Geschmack entsprechen. Wen das nicht stört, findet hiermit aber einen kurzweiligen und interessanten Krimi.

Jobst Schlennstedt, 1976 in Herford geboren und dort aufgewachsen, studierte Geografie an der Universität Bayreuth. Seit Anfang 2004 lebt er in Lübeck. Hauptberuflich ist er Geschäftsführer eines Beratungsunternehmens für die Hafen- und Logistikwirtschaft. 2006 erschien sein erster Kriminalroman. 

 

Rezension und Foto von Andrea Köster.

Lübeck im Visier | Erschienen am 17. September 2015 bei Emons
ISBN 978-3-95451-691-9
224 Seiten | 9.90 Euro
Bibliografische Angaben & Leseprobe

Diese Rezension erscheint im Rahmen unseres .17special Adventsspezials Privatdetektive.

B. A. Paris | Breakdown

B. A. Paris | Breakdown

Breakdown – Sie musste sterben. Und du bist schuld.

„Weil ich vermute, dass sie eine Panne hat, halte ich ein kleines Stück vor ihr und lasse den Motor laufen. Sie tut mir leid, weil sie unter so schrecklichen Umständen aus ihrem Auto steigen muss und während ich in den Rückspiegel sehe (…), stelle ich mir vor, wie sie nach ihrem Regenschirm tastet. Mindestens zehn Sekunden vergehen, bevor mir klar wird, dass sie nicht aussteigen wird (…).“ (Auszug Seite 12)

Cass kommt von einer Feier wieder und nimmt – trotz des Unwetters, das tobt – die Abkürzung durch den Wald. Sie sieht ein Auto am Rand stehen, in dem eine Frau sitzt. Cass hält an, aber als die Frau auch nach einigen Minuten keine Anstalten macht auszusteigen, fährt sie weiter nach Hause. Am nächsten Morgen erfährt Cass, dass die Frau im Auto ermordet wurde. Hätte Cass sie retten können?

Flüssiger Schreibstil

Breakdown von B. A. Paris wird in Ich-Form aus Sicht von Cass erzählt und die Kapitel sind in Tage untergliedert. Cass ist Lehrerin und startet gerade in die Sommerferien, als der Mord passiert. Sie ist mit Matthew verheiratet und beide wohnen in einem Haus unweit des Tatorts. Die Handlung lässt sich flüssig lesen und ich bin gut durch die Seiten gekommen.

Was hätte ich getan?

Spannend finde ich die Frage, wie ich mich selbst in dieser Situation verhalten hätte und ich muss zugeben, dass ich nicht mutiger gewesen und auch weiter gefahren wäre. Also konnte ich mich in dieser Entscheidung gut mit Cass identifizieren. In der ersten Hälfte fand ich die Protagonistin trotzdem etwas anstrengend und fast ein bisschen nervig, weil sie ziemlich von ihren Schuldgefühlen zerfressen wird und ich immer gedacht habe, nun erzähl es doch wenigstens mal jemanden oder gehe mit deinen Beobachtungen zur Polizei!

Nicht nur Schuldgefühle, sondern Hysterie

Als bei Cass dann noch andere Symptome und Vorkommnisse dazukommen und ihr Alltag völlig aus dem Ruder läuft, wirkt sie wie hysterisch und das kam mir ein wenig überzogen vor. Beispielsweise wird sie von stummen Anrufen terrorisiert und mein erster Gedanke war, einfach den Stecker dem Telefon zu ziehen und sich nicht davon verrückt machen zu lassen.

Die Wendung

Etwa in der Mitte der Geschichte kommt es dann zu einer Wendung, die mich überrascht hat und die Geschichte wird zu einem Psychothriller vom Feinsten. Ab hier macht alles Sinn, worüber ich mich im Vorfeld aufgeregt habe und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

B. A. Paris wuchs in England auf, hat jedoch den Großteil ihres Erwachsenenlebens in Frankreich verbracht. Sie arbeitete in der Finanzbranche und als Lehrerin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren fünf Töchtern lebt sie auch heute noch in Frankreich. Dieses Buch ist der zweite Roman, der von der Autorin im Blanvalet-Verlag übersetz wurde.

 

Rezension und Foto von Andrea Köster.

Breakdown | Erschienen am 20. August 2018 bei Blanvalet
ISBN 978-3-7341-0264-6
448 Seiten | 9.99 Euro
Bibliografische Angaben & Leseprobe

Melanie Raabe | Die Wahrheit

Melanie Raabe | Die Wahrheit

„Ich denke, dass Liebe kein Zustand ist und auch kein Gefühl. Liebe ist ein Organismus. Mit Hunger und Durst. Ein Lebewesen, das wachsen und schrumpfen, krank werden und gesunden, das einschlafen und sterben kann.“ (Auszug Seite 441)

Sarahs Mann Philipp ist vor sieben Jahren bei einer Geschäftsreise spurlos verschwunden. Gerade beginnen Sarah und Sohn Leo, ihr Leben weiterzuleben, als Sarah einen Anruf bekommt: Philipp wurde gefunden. Sarah kann es kaum glauben. Dann der Schock am Flughafen, als sie ihren Mann abholen möchte: das ist nicht Philipp, das ist ein Fremder. Doch niemand glaubt Sarah. Was will der Mann von ihr?

Hohe Erwartungen

Ich habe von Melanie Raabe bereits Die Falle gelesen und war sehr begeistert. Deshalb habe ich mich auf ihren zweiten Thriller gefreut und kann schon verraten, dass ich nicht enttäuscht wurde. In Die Wahrheit passiert wahrscheinlich das Schlimmste, das man sich vorstellen kann: Der lang vermisste Ehemann kommt endlich wieder, aber plötzlich hat man einen Fremden im Haus. Ich kann und möchte mir diese Situation nicht vorstellen. Sarah ist natürlich außer sich und möchte ihre Umwelt davon überzeugen, dass dieser Mann nicht Philipp ist. Leider glaubt ihr keiner, was auch daran liegt, dass der Fremde seine Rolle sehr gut spielt. Doch nach und nach wird klar, dass der Fremde ein Geheimnis von Sarah entlarven möchte.

Zwei Sichten

Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln hauptsächlich aus Sicht von Sarah in Ich-Form geschildert, ab und zu kommt auch der Fremde zu Wort. Der Text liest sich sehr flüssig und ich bin in kürzester Zeit durch die Seiten geflogen. Durch die Kapitel des Fremden gerät Sarahs Situation in ein anderes Licht und als Leser kann man erahnen, dass hier irgendetwas faul ist. Ich habe hier begonnen, auch Sarah etwas kritischer zu betrachten. Zum Ende hin konnte ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen, weil es insgesamt zu zwei Wendungen kommt, wobei mich die letzte tatsächlich sehr überrascht hat.

Identifikation

Mit der Protagonistin kann ich mich einerseits gut identifizieren, andererseits benimmt sie sich teilweise etwas hysterisch. Allerdings weiß ich nicht, wie ich mich verhalten hätte, wenn mir keiner glaubt. Außerdem wäre ich mit dem Fremden unter keinen Umständen unter einem Dach geblieben, aber das hätte wohl der Spannung des Buches entgegen gewirkt.

Fazit: In jedem Fall eine Empfehlung und ich freue mich auf Thriller Nummer drei der Autorin, der schon auf meinem SuB liegt.

Melanie Raabe studierte in Bochum Medienwissenschaft und Literatur. Anschließend zog sie nach Köln, um dort tagsüber als Journalistin zu arbeiten und nachts Bücher zu schreiben. Die Autorin hat bisher drei Thriller veröffentlicht und auch Hollywood hat ihre Geschichten entdeckt. Melanie Raabe setzt sich außerdem als Lesebotschafterin der Stiftung Lesen für die Leseförderung ein.

 

Rezension und Foto von Andrea Köster.

Die Wahrheit | Erschienen am 29. August 2016 bei btb
ISBN 978-3-442-75492-2
448 Seiten | 16.- Euro
Die Taschenbuchausgabe erschien am 14. Mai 2018 ebenfalls bei btb und kostet 10.- Euro
Bibliografische Angaben & Leseprobe

Auch bei uns: Andreas Rezension zu Melanie Raabes Debüt-Roman Die Falle.

Rebecca Fleet | Das andere Haus

Rebecca Fleet | Das andere Haus

„Einundzwanzig, richtig?“, fragt er, während er schon in die Einfahrt einbiegt. Ich mustere das Haus und suche nach Eigenheiten, aber es gibt keine. Der Rasen ist akkurat gemäht, und die kleinen, gerafften Gardinen an den Fenstern sind weiß und makellos. Im Haus brennt keine Lampe, und einen Moment lang sehe ich im hellen Scheinwerferlicht, wie sich unser Auto in den Erdgeschossfenstern spiegelt, mit uns Seite an Seite als dunkle Schatten. Ohne rechten Grund überläuft mich bei dem Anblick ein unbehaglicher Schauer – ein vager, irrationaler Impuls, der so schnell verfliegt, wie er gekommen ist. (Auszug Seite 8)

Caroline und ihr Mann Francis wollen sich eine Woche Urlaub nur zu zweit gönnen und stimmen einem Haustausch zu. Als sie bei dem anderen Haus ankommen, fällt beiden gleich die karge Einrichtung auf. Auch danach kommen Caroline einige Dinge merkwürdig vor. Ein Blumenstrauß, ein Parfum, eine eingelegte CD erinnern sie an eine Vergangenheit, die sie vergessen wollte. Ist das nur Zufall? Und wer wohnt jetzt in ihrem Haus?

Caroline und Francis sind verheiratet und haben einen gemeinsamen Sohn. Beide blicken auf eine schwierige Zeit zurück, in der ihre Ehe gelitten hat. Nun sind sie dabei, alles wieder in die richtigen Bahnen zu lenken und ein intaktes Familienleben hinzubekommen, was nicht immer einfach ist.

Gute Unterhaltung mit Wendungen

Das andere Haus von Rebecca Fleet ist ein interessanter und flüssig zu lesender Thriller. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Geschichte langatmig ist. Ab der Mitte kann die Handlung mit zwei Wendungen punkten, die mich kurz innehalten ließen, mich aber nicht völlig aus der Bahn geworfen haben. Auf dem Buchrücken wird zitiert, dass das Buch verschlungen wurde. So war es bei mir nicht, dennoch habe ich es gern gelesen und es hat mich sehr gut unterhalten.

Jetzt und vor zwei Jahren

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen geschildert. In der ersten Ebene geht es um die aktuelle Reise von Caroline und Francis, die zweite beschreibt das Leben der beiden zwei Jahre zuvor, als sie gerade mitten in einer Krise stecken. Hauptsächlich wird aus Sicht von Caroline erzählt, ab und zu kommen Francis und der Haustausch-Partner zu Wort. Es wird sehr viel mit Andeutungen gearbeitet, sodass der Leser nur wenige Informationen zu allen Vorkommnissen erhält und so seine eigenen Schlüsse ziehen kann. Das hat mir gefallen, denn dadurch entsteht die Spannung und man möchte nicht aufhören zu lesen, bis das Geheimnis gelüftet wurde.

Fazit: Ein solider Thriller der sich zu lesen lohnt.

Rebecca Fleet lebt in London und arbeitet in der Marketingbranche. Das andere Haus ist ihr Thriller Debüt.

 

Rezension und Foto von Andrea Köster.

Das andere Haus | Erschienen am 20. August 2018 bei Goldmann
ISBN 978-3-442-20559-2
352 Seiten | 15.- Euro
Bibliografische Angaben & Leseprobe

Burkhard Wetekam | …und am Dornbusch fällt ein Schuss

Burkhard Wetekam | …und am Dornbusch fällt ein Schuss

„Sylke fragte sich später, was ihre erste Empfindung gewesen war, als sie diese Worte gehört hatte. Erschrecken? Kaum. Nervosität? Nicht wirklich. Gegen neun hatten die Kollegen über Funk vom Leichenfund auf dem Leuchtturm gehört und das Thema war längst über alle Flure des Polizeireviers in Barth gelaufen.“ (Auszug Seite 5)

Am Leuchtturm Dornbusch auf Hiddensee wird die Leiche des bekannten und umstrittenen Klimaforschers Volker Flosbach gefunden. Flosbach war einigen ein Dorn im Auge, da er behauptete, der Meeresspiegel wird durch den Klimawandel in einigen Jahren so sehr angestiegen sein, dass ganze Ortschaften überspült und vernichtet werden. Für die Ermittlungen zu dem Mord wird eine SOKO gebildet, die Sylke Bartel, Dienststellenleiterin aus Barth, anführt. Außerdem beauftragt die Tochter des Ermordeten den Privatermittler Tom Brauer, sich ebenfalls nach Spuren umzusehen.

Gut, sich ein eigenes Bild zu machen

Bevor ich …und am Dornbusch fällt ein Schuss von Burkhard Wetekam begonnen habe, gab es eine recht kritische Rezension dazu in der lokalen Presse, sodass ich fast mit Befürchtungen die erste Seite aufgeschlagen habe. Im Nachhinein freue ich mich allerdings darüber, dass ich diesem „Verriss“ so gar nicht zustimmen kann und ich den Krimi wirklich gern gelesen habe.

Klassische Kriminalgeschichte

Diese Geschichte ist ein klassischer Kriminalroman, bei dem der Fokus auf der Aufklärung des Mordes liegt. Dabei geht es unblutig zu, das Hauptaugenmerk liegt bei Recherchen, Befragungen und Zusammenhänge erkennen. Die Polizistin Bartel und der Privatermittler Brauer kommen sich dabei gehörig in die Quere, was auch damit zusammenhängt, dass Bartel einen eher schlechten Start auf der Insel hatte und dadurch mit ihren Ergebnissen zurückliegt. Der Spannungsbogen schießt nicht in ungeahnte Höhen, ist aber durchaus vorhanden und ich konnte das Buch flüssig und ohne Längen lesen.

Viel Ostsee und ein paar Klischees

Schauplätze des Romans sind neben der gesamten Insel Hiddensee Stralsund und Zingst auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Die Orte wurden umfangreich und wahrheitsgetreu beschrieben. Bei den Inselbewohnern wurde etwas in die Klischeekiste gegriffen, wie ich finde. Beispielsweise der etwas dümmliche Inselpolizist, der sich lieber um falsch fahrende Radler kümmert, als um den Mordfall oder die zwei Ermittler Bartel und Brauer, von denen einer bei den Bewohnern aneckt und der andere gleich bei der ersten Begegnung eine Runde Bier ausgibt. Das habe ich so oder so ähnlich auch schon in den Krimis von Tim Herden gelesen.

Roter Faden erkennbar

In der oben genannten Kritik wurde angekreidet, dass zu viele Personen beschrieben werden und es keinen roten Faden in der Geschichte gibt. Ich persönlich kam bei allen Handelnden gut mit und jeder hatte seine mehr oder wenige wichtige Rolle. Es war meiner Meinung nach außerdem erkennbar, dass es immer um die Festnahme des Mörders ging. Dass auf über dreihundert Seiten die eine oder andere persönliche Anekdote der Protagonisten fällt oder Bartel seine Freundin mit in die Ermittlungen einspannt, hat mich nicht gestört.

Burkhard Wetekam wurde 1968 am Rande des Ruhrgebietes geboren. Als Journalist hat er unter anderem für den Deutschlandfunk und die Wochenzeitung DIE ZEIT gearbeitet. Seit Jahren reist er regelmäßig an die Ostsee und erkundet die Landschaft zwischen Lübecker Bucht und Rügen. Der Autor lebt mit seiner Familie in Hannover. (Verlagsinfo)

Zur Einstimmung auf Hiddensee und die Geschichte kann ich den Video-Trailer des Autors auf seiner Website empfehlen.

 

Rezension und Foto von Andrea Köster.

…und hinterm Dornbusch fällt ein Schuss | Erschienen am 1. Februar 2018 im Hinstorff Verlag
ISBN 978-3-35602-178-3
352 Seiten | 12.99 Euro
Bibliografische Angaben & Buchtrailer

Weiterlesen: Die erwähnten Krimis von Tim Herden wurden ebenfalls bei uns besprochen.