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Harry Bingham | Fiona Wo die Toten leben Bd. 5

Harry Bingham | Fiona Wo die Toten leben Bd. 5

Ihr Kleid fasse ich nicht an, aber ich schnuppere daran. Es riecht sauber, sieht auch so aus. Manche Menschen koten sich ein oder urinieren vor dem Tod, doch Carlotta hat alles sauber hinterlassen. Sie ist so eine. Adrett und reinlich. (Auszug Seite 31)

Eher zufällig gerät Detective Sergeant Fiona Griffiths von der Kripo South Wales an ihren aktuellen Fall. Auf einem kleinen Friedhof eines entlegenen Dorfes wird ein weiblicher Leichnam gefunden. Ohne Zeichen von Gewaltanwendung wurde die junge Frau in einem historischen Totenhaus mit einer Bibel aufgebahrt. DS Griffiths, die sich grade dort in der Provinz aufhält, wird zur Unterstützung der ortsansässigen Polizei eingesetzt. Bis zum Eintreffen der Polizeibeamten unter der Leitung von DI Alun Burnett am anderen Morgen, verbringt sie die ganze Nacht mit der Toten und nennt sie Carlotta. Fiona mit ihrer Affinität zu Leichen ist von der schönen jungen Frau, die in einem weißen Kleid und frisch gewaschenem Haar zurechtgemacht ist, geradezu entzückt.

Es gibt keinen Fall!

Die Identifizierung gestaltet sich schwierig, da niemand die schöne Unbekannte zu kennen scheint und es auch keine Vermisstenmeldung gibt. Schnell und für Fiona fast ein bisschen enttäuschend steht fest, dass Carlotta eines natürlichen Todes und zwar an Herzversagen verstarb. Ermittlungen sind nicht erforderlich und eigentlich gibt es gar keinen Fall. Doch Fiona bleibt hartnäckig dabei, die Umstände aufzuklären, auch da die von ihr initiierte Sonderermittlungsgruppe „Operation April“ grade etwas auf der Stelle tritt. Eine Spur führt alsbald in ein in der Nähe gelegenes Schweigekloster, in dem sich die junge Frau kurz vor ihrem Tod aufgehalten hat. Fiona vermutet, dass Carlotta sich einiger teuren Schönheitsoperation unterzogen haben muss und aufgrund dieses Hinweises lässt sich tatsächlich die Familie aufspüren.

Weiter findet die junge Polizistin einen Zusammenhang zu einem seit Jahren ungeklärtem Vermisstenfall aus der Gegend. Sie kümmert sich sehr warmherzig um den depressiven Vater der verschwundenen Einheimischen und versucht sogar sein Leben wieder in die Spur zu bringen. Einfach für den Fall, dass die verschollene Tochter eines Tages wieder auftauchen sollte.

Riesige Höhlensysteme in Wales

Diese Spur zwingt Fiona zu Grabungsarbeiten und sie überzeugt auch Burnett von ihrer Idee, mit dem sie inzwischen ein richtig gutes Team bildet. Im weiteren Verlauf machen sich die beiden Polizisten in Taucheranzügen und mit unzuverlässigen Stirnlampen bewaffnet mutig in ein riesiges Höhlensystem inklusive vieler niedriger Kammern, fast unpassierbarer Tunnel und einem unterirdischen See auf. Der Autor schöpft hier aus einem Vorrat an persönlichen Erfahrungen, wie er in einem Nachwort erzählt. Und das merkt man auch. Ausgesprochen versiert wie hier die Kälte, Dunkelheit und damit verbundene Einsamkeit beschrieben und dadurch eine unheimliche Atmosphäre eingefangen wird. Bei katastrophalen Sichtverhältnissen kämpfen unsere Helden hier ums Überleben und diese Passagen waren so unglaublich klaustrophobisch, dass ich die niedrige Höhlendecke beim Lesen ständig über mir spürte.

Auf dem Planeten „Normal“

Auch Fionas fünfter Fall wird wieder aus ihrer Perspektive im Präsens geschildert und so ist man ihrer Gefühls- und Gedankenwelt immer sehr nah. Während im ersten Band das Rätsel um ihr seltsames Sozialverhalten im Mittelpunkt stand und vom Autor Stück für Stück enthüllt wurde, weiß man jetzt, dass Fiona als Jugendliche an einer psychischen Störung litt. Bei dem unheilbaren Cotard-Syndrom leiden die Betroffenen unter der Wahnvorstellung, nicht mehr am Leben zu sein. Nach einer langjährigen Therapie hat die kleine, zierliche Polizistin gelernt, damit zu leben und imitiert das „normale“ Verhalten im Sinne der gesellschaftlichen Konventionen. Die Krankheit verleiht ihr aber auch eine besondere Intuition und hilft ihr oft sogar, die richtigen Schlüsse zu ziehen, da sie einfach auch mal um die Ecke denkt. Ihre Verbundenheit zu Toten ist sicher sehr unkonventionell, gibt aber der Reihe einen besonderen, morbiden Touch. Mit Fiona, der eigensinnigen, empathischen Polizistin, die am liebsten Pfefferminztee trinkt und sich beim Kiffen entspannt, hat Harry Bingham einen komplexen Charakter erschaffen. Als eigene Schwäche gibt sie an einer Stelle zu:

Zorn und Hochmut.
Und, wie ich hinzufügen muss, Unaufrichtigkeit.
Ich bin keine ehrliche Person. Ich lüge und vertusche und täusche vor. Ich belüge meine Vorgesetzten und Freunde und gebe vor, jemand zu sein, der ich nicht bin. Und das alles mit Vorsatz und in böswilliger Absicht. Ohne Scham oder Reue.
Man kann mir nicht trauen. (Seite 516)

Als Gegenpart in diesem Band funktioniert die gutmütige, intelligente Figur des stinknormalen DI Alun Burnett sehr gut. Fionas Suche nach ihrer ungeklärten Vergangenheit wird nur gestreift und hätte für mich noch detaillierter ausfallen können. Als Zweijährige wurde sie ausgesetzt und hatte das Glück, an liebevolle Pflegeeltern zu geraten, auch wenn ihr Ziehvater ein König der Unterwelt war.

Harry Bingham schreibt spannend, intelligent und mit viel Sprachwitz. Der Polizeialltag wird detailliert und auch sehr stimmig beschrieben, ob es die Verhöre sind oder auch die Beschreibungen des düsteren Treibens im Kloster. Mit der Auflösung hätte ich so nie gerechnet, trotz des Humors hat Fiona es wieder mit einem richtig bösen Fall zu tun.

 

Rezension und Foto von Andy Ruhr.

Fiona: Wo die Toten leben | Erschienen am 26. März 2019 bei Rowohlt
ISBN 978-3-499-27510-4
544 Seiten | 10.- Euro
Bibliografische Angaben & Leseprobe

Auch bei uns: Die Rezension zu den Band 1 Fiona: Den Toten verpflichtet der Fiona-Reihe von Harry Bringham.

Don Winslow | Das Kartell Bd. 2

Don Winslow | Das Kartell Bd. 2

Der sogenannte Krieg gegen die Drogen ist ein Karussell. Fliegt einer raus, steigt sofort der Nächste ein. Und solange die Gier nach Drogen unersättlich ist, bleibt das so. Der gierige Moloch aber lauert auf dieser Seite der Grenze.
Was die Politiker nie verstehen oder auch nur zur Kenntnis nehmen: Das sogenannte mexikanische Drogenproblem ist nicht das mexikanische Drogenproblem, es ist das amerikanische Drogenproblem.
Ohne Käufer kein Geschäft.
Die Lösung liegt nicht in Mexiko. (Auszug Seite 33)

Sechs Jahre hat sich Don Winslow Zeit genommen und für seine Fortsetzung von Tage der Toten akribisch recherchiert und rausgekommen ist eine wuchtige Fortsetzung seines Meisterwerks. Die Geschichte beginnt im Jahr 2004, Art Keller, US-Drogenfahnder und der Held aus Tage der Toten hat sich in ein Kloster zurückgezogen. Als sein Todfeind, der von ihm ins Gefängnis gebrachte mexikanische Drogenbaron Adán Barrera, einst sein bester Freund, allerdings ausbricht und eine Belohnung auf seinen Kopf aussetzt, ist es mit der Ruhe vorbei. Kellers Ruf in Washington ist zwar arg ramponiert, doch man glaubt noch, ihn bei der Jagd auf Barrera gebrauchen zu können und gibt ihm einen Job als Verbindungsoffizier in Mexico City zu einer Taskforce mit zwei mexikanischen Behörden. Keller hat zwar keine weiteren Befugnisse, nutzt seine Kontakte aber weidlich aus. Die beiden hochrangigen mexikanischen Beamten in dieser Taskforce machen einen engagierten Eindruck, doch kann Keller ihnen trauen, wo der mexikanische Staat doch weitgehend von den Narcos korrumpiert scheint?

Währenddessen schickt sich Adán Barrera an, seine Machtposition innerhalb der Kartelle wieder auszubauen. Er kontrolliert als Erster unter Gleichen das Sinaloa-Kartell, doch die Sinoloaner haben ihre Vormachtstellung unter den Kartellen eingebüßt. Es beginnt ein hinterhältiger, rücksichtsloser und unfassbar blutiger Kampf der Kartelle, bei denen vor allem das Golf-Kartell und dessen brutale militärische Gang Los Zetas die großen Rivalen Barreras werden (auf der rückseitigen Klappe des Romans findet sich zur Orientierung eine Landkarte von Mexiko, auf der die vier wichtigen Drogenkartelle eingezeichnet und beschrieben sind).

Andys Eindruck

Der Autor schildert den gnadenlosen Kampf der Drogenkartelle über einen Zeitraum von zehn Jahren in seiner bekannten schnörkellosen Art. Hier ist kein Wort zu viel, alles wird genau auf den Punkt gebracht. Durch häufige Perspektivwechsel und eine bildhafte Sprache entwickelt der Roman von Anfang an einen Sog, der einen nicht mehr loslässt. Im Präsens geschrieben fühlt man sich als Leser mitten im Geschehen.

Winslow zeigt auf, mit welcher Macht die unterschiedlichen Drogenkartelle agieren, wie sie staatliche Strukturen durch Korruption unterwandern. Besonders schockierend wird hier beschrieben, wie Tausende Menschen auf brutalste Weise getötet oder vertrieben werden und wie wehrlos der mexikanische Staat dagegen ist. Es lässt einen fassungslos zurück, dass der Kampf gegen die Drogen praktisch nicht zu gewinnen ist und dass das auch gar nicht gewünscht wird, weil zu viele davon profitieren. Der Drogenhandel zwischen den USA und Mexiko ist ein Milliardengeschäft. Man fragt sich während des Lesens mit einem Kloß im Hals, wie weit das alles der Realität entspricht und viele Szenen, sind mir ob ihrer Brutalität noch lange in Erinnerung geblieben.

„Chuy drückt ab. Knipst dem Mann das Lebenslicht aus. Es fühlt sich gut an. Chuy Jesús Barajos ist gerade zwölf geworden.“ (Seite 244)

Der komplexe Roman verlangt einem, nicht nur wegen der Grausamkeiten alles ab. Die Charakterisierungen der zahlreichen Figuren ist Winslow sehr gut gelungen und man fiebert und bangt mit ihnen mit. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse und die einzelnen Protagonisten wirken dadurch sehr authentisch und menschlich, da man teilweise sogar Verständnis für die Beweggründe entwickelt, nicht nur für den korrupten Journalisten.

Winslow widmet seinen Roman den ermordeten oder „verschwundenen“ Journalisten, gleich am Anfang des Buches in einer zweiseitigen Aufzählung von Namen. Und nicht nur hierbei spürt man seine Wut und das Herzblut, mit dem er die Hintergründe beleuchtet und den Leser schonungslos teilhaben lässt am War on Drugs.

„Dies ist kein Krieg gegen die Drogen. Dies ist ein Krieg gegen die Armen und die Ohnmächtigen, Unhörbaren und Unsichtbaren, die ihr von der Straße fegen wollt wie den Dreck, der euch um die Beine weht und eure Stiefel beschmutzt.“ (Seite 786)

Mein Fazit: Don Winslow ist mit seinem Epos ein sprachlich exzellenter, packender Thriller gelungen, der über 800 Seiten den Spannungsbogen hochhält. Chapeau Mr. Winslow!

Gunnars Eindruck

Don Winslows Wut, die er als Antrieb für seinen Roman Tage der Toten angab, war offensichtlich noch nicht verraucht. Warum auch, denn die Situation im Kampf gegen die Drogen hatte sich seitdem nicht wirklich geändert. Und so legte er diesen zweiten Roman nach (was letztlich in einer Trilogie münden sollte), der vor allem die Zeit ab 2006 beschreibt, in der der Drogenkrieg in Mexiko sich zu einer Art Bürgerkrieg ausweitete. Der Konflikt zwischen den Kartellen, zwischen den Kartellen und mexikanischer Polizei oder Militär oder auch zwischen korrumpierten staatlichen Einheiten und loyalen Einheiten erreichte eine Intensität an Gewalt, die den unbeteiligten Beobachter schaudern lässt. Darunter leidet vor allem die Zivilbevölkerung in den umkämpften Herrschaftsregionen der Kartelle. Man muss gar nicht lange recherchieren, um festzustellen, dass die meisten Ereignisse in diesem Thriller authentisch sind, lediglich die Personen sind fiktiv (wobei auch diese echten Personen teilweise nachempfunden sind).

Die Wucht, die Schnörkellosigkeit der Sätze, auch die Spannung aus dem Vorgängerroman – das alles ist weitgehend noch da. Jedoch habe ich das Gefühl, dass Tage der Toten der geradlinigere und präzisere Roman gewesen ist, obwohl auch dieser mit über 600 Seiten nicht unbedingt kompakt war. In Das Kartell will Winslow meines Erachtens zu viel erläutern, anstatt darauf zu vertrauen, dass der Leser die Zusammenhänge in der (durchaus komplexen) Gesamtlage selbst erkennt. Auch die Eleganz des Vorgängers wird nicht ganz erreicht, stellvertretend dafür das Ausmaß an Gewalt, das Winslow (zwar zutreffend) schildert, für mich zum Ende hin aber mehr aufzählenden Charakter hatte und die Story nicht mehr zusätzlich voran brachte.

Trotz der gerade genannten Einschränkungen halte ich Das Kartell aber dennoch für einen guten, überdurchschnittlichen Thriller, der den Leser zu fesseln weiß und dem es über weite Strecken gelingt, die Intensität des Vorgängers fortzuführen.

 

Rezension und Foto von Andy Ruhr und Gunnar Wolters.

Das Kartell | Erschienen am 1. Juli 2017 bei Droemer Knaur
ISBN 978-3-426-30429-7
832 Seiten | 16.99 Euro
Bibliografische Angaben & Leseprobe

Wertung Andy: 5.0 von 5.0
Wertung Gunnar: 4.0 von 5.0

Auch bei uns: Rezension zu Corruption von Don Winslow sowie dem ersten Band der Kartell-Trilogie, Tage der Toten.

Weiterlesen: Rezension zu Das Kartell auf dem Blog Crimenoir

Diese Rezension erscheint im Rahmen des .17special Mini-Spezial Die Kartell-Trilogie von Don Winslow.

Dashiell Hammett | Rote Ernte

Dashiell Hammett | Rote Ernte

Der erste, von dem ich’s hörte, war ein rothaariger Strolch namens Hikey Dewey im „Großen Schiff“ in Butte gewesen. Bei dem hieß Peaceville stur immer Pissville. Da er aber statt Fusel auch Fussel sagte, habe ich nicht weiter drüber nachgedacht, was er dem Namen der Stadt angetan hatte. […] Erst ein paar Jahre später, als ich selbst nach Peaceville kam, ging mir ein Licht auf. (Auszug Seite 9)

Ein Agent einer bekannten, landesweit agierenden Detektei kommt in die wenig beschauliche Bergwerks- und Industriestadt Peaceville. Doch noch vor der ersten Besprechung wird sein Auftraggeber Donald Willsson ermordet und dessen Frau macht sich spontan verdächtig. Der Vater des Toten, Elihu Willsson, Industriemagnat und vermeintlicher Herr über die Stadt, gibt dem Agenten 10.000 Dollar und den Auftrag, mit den Verbrechern in der Stadt aufzuräumen, zieht den Auftrag aber kurz darauf wieder zurück. Doch da hat der Agent längst mit der Arbeit begonnen und ist nicht gewillt aufzuhören.

Offenbar hat der Industrielle Elihu Willsson im Kampf gegen die Gewerkschaften und die Forderungen seiner Beschäftigten sich zwielichtiger Gestalten bedient, die den Arbeitskampf blutig und gewalttätig beendeten. Elihu Willsson wurde sie aber anschließend nicht mehr los, war erpressbar und sie forderten ihren Teil am Kuchen bzw. an dieser Stadt. Nun haben diese Kriminellen zahlreiche legale und illegale Geschäfte unter sich aufgeteilt, Pete der Finne, Lew Yard, Max Thaler und Noohan, der Polizeichef. Die Stadt versinkt in Korruption und Kriminalität. Der junge Donald Willsson schrieb als Zeitungsverleger gegen die Zustände an und wurde nun ermordet.

Der Agent findet schnell heraus, auch dank der Informationen von Dinah Brand, der Freundin von Max Thaler und Bekannten von Donald Willsson, dass es zwischen den kriminellen Gangs offene Rivalitäten gibt. Als Begleiter von Polizeichef Noohan, der Max Thaler festnehmen will, gerät der Agent vermutlich absichtlich in die Schusslinie der Polizei und kann nur mit Glück entkommen. Dies bestärkt ihn in seiner Entschlossenheit, den Auftrag von Elihu Willsson gegen dessen Willen weiterzuführen. Er bewegt sich zwischen den Rivalen, schürt Intrigen, steckt Geheimnisse durch und schürt so den Konflikt zwischen den Gangs, der bald in einen offenen Krieg ausufert.

Ich lachte mit ihr und versuchte dabei aus dem Gin aufzutauchen, in dem ich versoffen war.
„Wer säß denn noch in der Patsche?“, fragte ich.
„Die ganze gottverdammte Brut“. Sie fuchtelte mit der Hand. „Max, Lew Yard, Pete, Noohan und Elihu Willsson – die ganze gottverdammte Brut.“ (Seiten 47-48)

Der namenlose Ich-Erzähler, später als „The Continental Op“ bezeichnet, ist neben Sam Spade aus Der Malteser Falke die wohl bekannteste Figur aus dem Werk von Dashiell Hammett. Angestellt ist er bei der „Continental Detective Agency“, einer fiktiven Detektei mit eindeutigen Bezügen zur berühmt-berüchtigten Pinkerton Detektei, damals ein ungemein einflussreiches Sicherheitsunternehmen. Hammett selbst war einige Jahre Angestellter von Pinkerton und hat dies auch im Roman verarbeitet. Seine Figur „The Continental Op“ taucht in zahlreiche Kurzgeschichten und schließlich auch in zwei Romanen von Hammett auf. Er ist ein harter, intelligenter, mit allen Wassern gewaschener Agent. In diesem Roman spinnt er meisterhaft die Fäden von Täuschung und Betrug, um die rivalisierenden Parteien gegeneinander auszuspielen. „The Continental Op“ ist (auch als Liebhaber hochprozentiger alkoholischer Getränke) der Prototyp des „hardboiled detective“. Bei aller Abgebrühtheit kommen ihm aber zwischenzeitlich kurz Gewissensbisse, bei denen er befürchtet, völlig zu verrohen – ein Zustand, den er trotz allem nicht anstrebt.

Harte Typen, viel Blei und Blut, komplexe Gemengelage, lässige Dialoge – heutzutage würde man Tarantino das Drehbuch anvertrauen. Dabei bietet Hammett die interessante Perspektive des Ich-Erzählers, der sich auch erst mal einen Überblick über die Situation verschaffen muss. Der Roman zeigt eine Stadt, in der Kriminelle die Kontrolle über die Verwaltungsapparate übernommen haben, ein Ort vollständiger Korruption, in dem die Hauptfigur zwar Ordnung schafft, aber durch die Wahl seiner Mittel ein fragwürdiger Held bleibt. Rote Ernte ist ein echter Klassiker, den man auch heute noch hervorragend lesen kann.

 

Rezension und Foto von Gunnar Wolters.

Rote Ernte | Erstveröffentlichung 1929, die gelesene Ausgabe erschien 1976 im Diogenes Verlag
aktuelle Taschenbuchausgabe:
ISBN 978-3-257-20292-2
256 Seiten | 11.- Euro
Bibliografische Angaben & Leseprobe

Auch bei uns: Andys Rezension zu Der Malteser Falke von Dashiell Hammett.

Natasha Korsakova | Tödliche Sonate

Natasha Korsakova | Tödliche Sonate

Tödliche Sonate ist der Debütroman der international bekannten Violinistin Natasha Korsakova, welcher in Rom spielt. Der Roman ist eine Mischung aus Kriminalroman und historischer Erzählung über den wohl bekanntesten Geigenbauer – Antonio Stradivari, dessen Instrumente einen Millionenwert darstellen. Man spürt in dem Buch die Begeisterung der Autorin für die Geige, sozusagen „ihrem“ Instrument.

Commissario Di Bernardo ermittelt in dem Mord an der bekannten Musikagentin Cornelia Giordano, die in ihrem Büro brutal niedergestochen wurde. Gefunden wurde sie von ihrer Sekretärin, die das Haus nur kurz für Einkäufe verlassen hatte. Diese erzählt dem Commissario, dass es an dem Abend kurz vor dem Mord einen Streit gab zwischen Cornelia und ihrer Nichte Arabella Giordano, einer bekannten Geigerin. Bei der Befragung von Arabella erfährt Di Bernardo, dass es wohl auch Auseinandersetzungen der Toten mit ihrem jüngeren Sohn Boris gab, der wegen Drogenhandel eine Gefängnisstrafe abgesessen hatte. Im weiteren Verlauf der Handlung ergeben sich weitere Verdächtige – die mächtige Konzertagentin war wohl alles andere als beliebt. Ein Überfall auf Arabella macht die Ermittlungen für Di Bernardo auch nicht einfacher und die Hinweise verdichten sich, dass ein Geheimnis um eine Stradivari eine Rolle spielen könnten.

Die Autorin Natasha Korsakova hat in Ihrem Roman zwei Handlungsstränge verknüpft: die Mordermittlungen in der Jetzt-Zeit und der in der Vergangenheit spielenden, gut ausgedachten Geschichte um eine geheimnisvolle Stradivari. Dies vermittelt einen Einblick in die Welt der berühmten Geigenbauer und sorgt gleichzeitig für die für einen Krimi nötige Spannung. Auch die Personen sind gut gezeichnet, allen voran die des Commissario Di Bernardo (der sich aus Kalabrien nach Rom versetzen ließ, um den blutigen Mafia-Morden zu entgehen). Der Schauplatz Rom plus Umgebung kommt in der Geschichte auch nicht zu kurz, die Atmosphäre ist deutlich zu spüren.

Fazit: Sowohl für Krimifans als auch Musikliebhaber ein Lesevergnügen; ein gelungenes Debüt!

Natasha Korsakova, spielt seit dem fünften Lebensjahr Violine, sie studierte zunächst am Moskauer Konservatorium, später dann auch in Nürnberg und Köln. Bereits in jungen Jahren erhielt sie mehrere Preise, ab 1994 folgten ihre Debüts u. a. an der Berliner und Kölner Philharmonie und dem Leipziger Gewandhausorchester. Auch international wurde sie bekannt, u. a. wurde sie 1998 in Chile als Künstlerin des Jahres ausgezeichnet.

 

Rezension und Foto von Monika Röhrig.

Tödliche Sonate | Erschienen am 8. Oktober 2018 im Heyne Verlag
ISBN 978-3-453-42267-4
448 Seiten | 12.99 Euro
Bibliografische Angaben & Leseprobe

Christine Grän & Hannelore Mezei | Glück in der Steiermark

Christine Grän & Hannelore Mezei | Glück in der Steiermark

Chefinspektor Martin Glück ist gerade aus Wien in der Steiermark eingetroffen und darf im Landeskriminalamt Graz, wo zur Zeit erheblicher Personalmangel herrscht, ganz offiziell wieder in Sachen Mord ermitteln, nachdem er zuletzt nur noch Bagatellfälle zu bearbeiten hatte. Nach einem Zwangsurlaub am Wörthersee hatte man ihn in ein Kellerbüro des Präsidiums verbannt, weil er ausgerechnet seinen Vorgesetzten Arm in Arm mit seiner Frau Larissa entdeckte und aus Eifersucht verprügelte. Mit Aggressionen anderer kann er ganz gut umgehen, nur nicht mit seinen eigenen, aber das ist nach einer Therapie schon besser geworden. Mittlerweile ist er geschieden und hat in seinem befristeten Urlaub Lily Prokop kennengelernt, eine Kollegin, die es ihm angetan hat. Allerdings scheint sich ihre Beziehung langsam einem Ende zu nähern, auch wenn das keiner der beiden zugeben mag. Sie verabreden sich stattdessen auf ein Wochenende in der Südsteiermark, um die Weinstraßen zu erkunden. Vielleicht eine Wiederbelebung der Beziehung. Oder das Ende.

Die neuen Kollegen sind nett und nehmen ihn herzlich auf, aber ausgerechnet Felix Wagner, der ihm als Partner zugedacht ist, hat einen Hass auf alle Wiener, seit seine Frau mit einem Hauptstädter auf und davon ist. Nur langsam finden Martin mit seinem Wiener Schmäh und Felix, den der etwas rauen Charme der Steiermärker auszeichnet, bei ihrer gemeinsamen Arbeit zu eine Team zusammen. Aber es hilft nichts, sie müssen sich zusammenraufen, haben sie doch gleich zwei spektakuläre Mordfälle an der Hacke, die für reichlich Gesprächsstoff sorgen in der Landeshauptstadt. Graz macht es einem leicht, friedlich und unbehelligt zu leben. Man trifft immer jemanden, den man kennt, ein wundervolles großes Dorf. Viele junge Leute, eine Universitätsstadt von bezaubernder Gemütlichkeit. Die von den Autorinnen Christine Grän und Hannelore Mezei, die beide in Graz geboren wurden, kenntnisreich und liebevoll inszeniert wird, so ausführlich und innig zum Teil, dass man sich den Reiseführer sparen kann, wenn die Lust auf einen Besuch oder Urlaub geweckt ist.

Hier leitet im Hilmteichviertel der berühmte und höchst erfolgreiche Schönheitschirurg Prof. Dr. Fridolin Leitner eine renommierte Privatklinik. Und ausgerechnet dort hat jemand die Journalistin Stephanie Hütter erstickt. Sie lag nach einer Nasenkorrektur noch mit Schmerz- und Schlafmitteln betäubt auf dem Krankenzimmer, als man ihr ein Kissen aufs Gesicht drückte. Steffi schrieb an einer Biographie über Leitner, Memoiren eines Schönheitschirurgen. Ob dort auch Privates eingeflossen war? Der Professor arbeitet jedes Jahr einen Monat für Ärzte ohne Grenzen. Er hatte den Beruf eigentlich ergriffen, um Unfall- oder Kriegsopfern mit plastischer Chirurgie zu helfen. Die vier Wochen in Krisengebieten bauen ihn jedes mal moralisch auf. Und lassen ihn der ehelichen Hölle entkommen. Claudia, seine kunstsinnige Ehefrau, betrügt ihn mit einem Maler, den sie für ein Genie hält und ausstellt. Sein Sohn nennt sich Banker und ist vor allen Dingen Porschefahrer. Seine Tochter, Yogalehrerin, ruht so in sich selbst, dass sie andere Menschen gar nicht wahrnimmt. Seinen Plan, auszuziehen und ein Zimmer in der Klinik einzurichten, verschiebt er ein ums andere Mal.

Die zweite Tote wird in der Garderobe des Grazer Theaters gefunden, wo gerade die letzten Proben für die diesjährige Aufführung beim steirischen Herbst über die Bühne gehen, eine skandalträchtige Inszenierung des „Lumpazivagabundus“ von Nestroy, von Emanuel Prader mit bewusstem Kalkül auf einen Eklat eingerichtet. Die mäßig begabte Schauspielerin Mara Sibelius hat in dem Stück eine kleine Rolle ergattert, indem sie sich dem alternden Regiestar hingibt. Nun liegt sie in einer Blutlache am Boden, mit einer schweren Kopfverletzung. Als Martin den Tatort betritt, zuckt er kurz zusammen. Er kennt die Tote, war dabei, als sie in einem Lokal von Praders eifersüchtiger Gattin mit Olivenöl übergossen wurde. Er selbst hatte das Handgemenge der beiden Furien beendet, welches natürlich ein gefundenes Fressen für die Skandalpresse war. Es stellt sich heraus, dass die Sibelius wohl gestürzt ist, weil sie mit Atropin vergiftete Pralinen gegessen hat. Und noch etwas ergeben die ersten Untersuchungen: sie hatte vor kurzem eine Vaginalstraffung, und zwar in der Klinik des Professor Leitner!
Den Eingriff hat der Meister persönlich vorgenommen, obwohl der Unterleib eigentlich das Spezialgebiet seiner „Oberärztin“ Dr. Olga Markovitz ist, seiner einzigen chirurgischen Mitarbeiterin. Sie war zuvor Hautärztin in München, seit der Trennung von ihrem Mann praktiziert sie nun seit zwei Jahren in Graz und führt außerdem unterschiedlichste Schönheitsoperationen in Leitners Klinik durch. Als Martin sie zu den jüngsten Ereignissen in der Klinik befragt, erfährt er, dass in der Tatnacht eine weitere bekannte Schauspielerin in der Klinik weilte, inkognito selbstverständlich. Und plötzlich steht sie leibhaftig vor ihm: Alma Zoppot! Martin kennt sie aus einem früheren Fall, in dem er Erbschaftsmorde aufklärte. (Im ersten Roman der Reihe Glück in Wien). Nun erfährt er, dass auch sie mit Prader liiert war, ihn aber verlassen hat. Auch ihren Freund Edgar, einen Spieler, der auf ihr geerbtes Vermögen aus war, hat sie in die Wüste geschickt. Nun ist ihr Bestreben, sich den Professor Leitner zu schnappen. Sie erzählt Martin, dass sie dabei ist, eine „MeToo“-Kampagne gegen Prader anzuschieben, darüber hatte sie auch mit Mara Sibelius gesprochen.

Eine weitere alte Bekannte taucht auf, Romana Petuschnigg, seine erste Liebe, inzwischen eine ältere Dame, deren treuer Begleiter das kleine Hündchen Alex ist. Ihr Nachbar ist der reichste Mann am Wörthersee, ihre große Liebe, der sie fast jeden Tag auf ein Glas Wein besucht. Dass er sie einmal heiraten wollte, ist längst kein Thema mehr, dazu ist es auch mittlerweile zu spät, findet Romana, die nach Graz gekommen ist, um sich die Hüfte operieren zu lassen. Sie war eine der Begünstigten der Erbschaftsangelegenheit, an ihrer Miterbin Alma Zoppot lässt sie kein gutes Haar. Welche Rolle spielen die beiden im aktuellen Fall? Und wie passt Sascha Prinz ins Bild? Er ist der Star des Grazer Schauspielhauses, mit einigem Einfluss, allerdings säuft er zu viel. Dann spielt er aber auch sensationell, das Publikum betet ihn an. Auch er hat ein Verhältnis mit Mara, weshalb ihn seine Frau – vorläufig – verlassen hat. Und zu Martins Verwunderung und Verärgerung stellt sich heraus, dass diese Frau Gigi Altenbacher ist, der er gerade etwas näher gekommen ist, denn sie ist Nachbarin in der gerade bezogenen Unterkunft.

Die Autorinnen lassen sich Zeit bei der Entwicklung des Plots, immer wieder werfen sie Seitenblicke auf das Leben und Treiben der vielen Beteiligten. Dabei ist das Tempo gemächlich, fast gemütlich, für einen typischen Whodunit, wie er hier vorliegt, allerdings nicht ungewöhnlich und ebenso nicht unpassend. Auch ist Hochspannung in diesem Genre nicht unbedingt Voraussetzung für gute Unterhaltung und literarische Qualität. So fließt bei den beiden Autorinnen kein Blut (außer vielleicht bei den Schönheitsoperationen), dafür hat ihr Krimi andere Qualitäten. Wie die beiden sich die Arbeit an ihren Büchern teilen, ist beim Lesen nicht zu bemerken, das Ergebnis ist jedenfalls ausgesprochen homogen und liest sich wunderbar locker. Der Stil ist sehr direkt und ausgesprochen witzig, allerdings ist der Humor zum Teil sehr speziell, strotzt vor bitterem Sarkasmus, ja Zynismus. Wer sich für diesen boshaften, beißenden Spott mit seinen wohl dosierten, gut gezielten Seitenhieben auf die Schickimicki und Bussi-Bussi-Gesellschaft erwärmen kann, wird viel Spaß haben mit den vielen richtig spaßigen Passagen rund um das befremdliche Treiben im Steirischen Herbst, dem „obszönen Kasperltheater“, mit den intelligenten Spitzen gegen die Kultur im Allgemeinen und die Kulturschaffenden im Besonderen.

Während die Hauptcharaktere liebevoll, fast zärtlich behandelt werden, bekommen es die Angehörigen der „besseren Gesellschaft“, allesamt eher Karikaturen, knüppeldick ab: Böse, aber treffend nehmen die Autorinnen zum Beispiel das Gehabe des Starregisseurs Emanuel „Mani“ Prader aufs Korn, der gern überall Hof hält. Auch seine völlig überdrehte, zuweilen hysterische und ständig eifersüchtige Gattin bekommt ihr Fett weg. Nicht zu vergessen die Riege der Schauspielerinnen wie die alternde Ex-Diva Alma Zoppot, die mit gekünstelten Gesten jede Gelegenheit für einen großen Auftritt nutzt. Herrlich die gallige Charakterzeichnung der bösartigen Ehefrau des „Skalpellmeisterlein“ Leitner. Die Aufzählung ließe sich mühelos fortsetzen.

Kein Wunder, dass einige dieser Figuren auch auf der Liste der Verdächtigen auftauchen, und die ist lang. Zu viele könnten ein Interesse haben, zu viele hatten die Gelegenheit. Jeder hätte die Ampullen mit dem giftigen Atropinsulfat aus dem Suchtmittelschrank der Klinik entwenden können. Aber auch wenn die Ermittler eine Menge Spuren verfolgen, haben sie doch keine konkreten Anhaltspunkte oder gar Beweise. Während sie versuchen, die Fäden zusammenzuknüpfen und passende Theorien zu konstruieren, drehen sie sich nur im Kreis. Sie diskutieren hin und her ohne sich zu einigen. Irgendwann, so spürt Felix, führen alle Spuren ins Theater. Martin tippt eher auf das Umfeld Dr. Leitners, aber er kann keine Verbindung seines Hauptverdächtigen Emanuel Prader zur Hilmteichklinik erkennen. Der entscheidende Mangel bei all ihren Überlegungen: Es fehlt das Motiv. Als dann auch bei Alma Zopott eine Schachtel mit vergifteten Pralinen abgegeben wird und sie ebenfalls eine Atropin-Vergiftung erleidet, ist Martin sicher: Drei Frauen, die sich zur gleichen Zeit in der Schönheitsklinik aufhielten, werden ermordet, oder doch fast, da muss es einen Zusammenhang geben.

An dieser entscheidenden Stelle treten die Autorinnen dann gehörig auf die Bremse. Martin nimmt sich eine Auszeit in der „Toskana der Steiermark“. Nachdem sich der Ausflug mit Lily zerschlagen hat und ihre Beziehung definitiv beendet ist, findet sich schnell Ersatz: Gigi Achenbacher will zufällig nach Hause, um ihre Eltern zu besuchen, die dort ein kleines Weingut besitzen. Da liegt es nahe, dass die beiden ein gemeinsames Wochenende verbringen und sich natürlich ein neues Verhältnis anbahnt. Aber die kurze Auszeit, bei der Martin eigentlich nur abschalten wollte, bringt ihm unverhofft auch einen wichtigen Hinweis, der den stockenden Ermittlungen wieder neue Dynamik verleiht und zudem in eine gänzlich unerwartete Richtung lenkt. Und endlich ist sich das Ermittlerduo einig und entwickelt gemeinsam eine schlüssige Rekonstruktion der wahrscheinlichen Tathergänge, wobei sie mit ihren Vermutungen (fast) richtig liegen. Was folgt, ist ein Geständnis und dann doch noch eine unerwartete Wendung und Pointe, eine Auflösung, die etwas locker gestrickt ist, aber immerhin glaubwürdig. Durch einen glücklichen Zufall stößt Martin schließlich auf die lange gesuchte Verbindung zur Schönheitsklinik. Nicht der einzige etwas weit her geholte Zusammenhang, nur ein weiterer eher unwahrscheinliche Zufall, der nicht nur die Ermittler überrascht, sondern auch den Leser etwas ratlos zurücklässt.

Glück in der Steiermark endet angesichts der vorhergehenden tragischen Ereignisse ein wenig zu harmonisch, entlässt den Leser aber mit einem guten Gefühl und der Frage, in welchem Bundesland und in den Armen welcher Frau Martin bei seinem nächsten Abenteuer landet.

 

Rezension und Foto von Kurt Schäfer.

Glück in der Steiermark | Erschienen am 7. Februar 2019 im Verlag ars vivendi
ISBN 978-3-86913-997-5
250 Seiten | 14.- Euro
Bibliografische Angaben & Leseprobe